Kinder + Pornographie ≠ Kinderpornographie

Wenn sich (angeblich) jeder dritte Zehnjährige online pornographisches Material zu Gemüte führt, was liegt näher, als einen Bericht dazu mit dem Bild eines rauchenden Mannes, der sich Kinderpornographie ansieht, zu illustrieren?


Gesehen auf Oe24.at.

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12 Comments

  1. Posted 25. November 2010 at 09:18 | Permalink

    kinder fangen ja auch schon früher an zu rauchen – zwei fliegen mit einem bild…

  2. Posted 25. November 2010 at 18:55 | Permalink

    Ich will ja nicht kleinlich sein, aber was der Herr da konsumiert, ist nicht Kinderpornographie. Wie auf dem Screenshot ja genau zu erkennen ist, sind die Models auf dieser Seite “barely legal”, also ganz knapp legal. Dass damit gezielt Männer angesprochen werden, die sich gern sehr junge, knapp oder gar nicht bekleidete Frauen ansehen, ist ein anderes Thema.

  3. Posted 26. November 2010 at 13:35 | Permalink

    @Richard: Es ist natürlich nicht Kinderpornographie, der Abdruck wäre auch illegal. Aber es soll Kinderpornographie symbolisieren, ohne illegal zu sein (was es ja auch sein kann, wenn die Personen objektiv volljährig sind). Darum “Daddy’s Girl”. Ich vermute auch, dass das “Fresh” etc. von der APA reinmotiert wurde, um den Eindruck zu verstärken (und die expliziten Stellen abzudecken).

    Die Illustration steht m.E. ganz klar für Kinderpornographie.

  4. Posted 26. November 2010 at 13:51 | Permalink

    @Helge: Naja, der Screenshot sieht aus wie jedes andere Porn Pop-Up. Ich bezweifle, dass da was reinmontiert wurde. Der Topos des “Daddy’s Girls” ist ja auch in der Pornographie sehr verbreitet und hat mit Kinderpornographie im Grunde nichts zu tun.

    Natürlich kann es gut sein, dass der Eindruck vermittelt werden sollte, dass es sich im KiPo handelt. Das sollte dann allerdings auch in einem Beitrag wie dem obigen so formuliert werden.

  5. Posted 26. November 2010 at 14:53 | Permalink

    @Richard: Der Beitrag kritisiert, dass ein Artikel über “Jung schaut Alt beim Sex zu” mit “Alt schaut Jung beim Sex zu” illustriert wurde. Ob die Mädels jetzt legal sind (wie gesagt, illegal wäre andernfalls auch die Illustration) oder nicht, spielt wenig Rolle, finde ich.

  6. Posted 26. November 2010 at 14:59 | Permalink

    @Helge: Ja, der Punkt ist mir schon auch klar. Nur sollte halt, gerade weil KiPo eh grad so ein Profilierungsthema von Politik und Medien ist, etwas mehr Wert auf die Formulierung gelegt werden. “Alt schaut Jung beim Sex zu” ist halt trotz der Implikationen keine Kinderpornographie und sollte drum so auch nicht verwendet werden.

  7. Posted 26. November 2010 at 16:49 | Permalink

    @Richard: Ich sehe das nach wie vor wie Michael – für mich symbolisiert die Illustration “Kinderpornographie”, auch wenn diese (naturgemäß) nicht abgebildet ist.

  8. Posted 27. November 2010 at 02:10 | Permalink

    Ihr habt beide Recht. Das Bild als Smbol für Kinderpornografie zu interpretieren und zu verwenden ist natürlich hochproblematisch und wäre fast einen eigenen Kobuk wert.

    Aber das wurde mit genau diesem Bild hier gemacht – übrigens nicht zum ersten Mal:

    Hier von oe24 in anderem Artikel (da heißt die Datei dann sogar “kinderporno_89750a.jpg”)
    Und hier noch mal das selbe Foto auf diePresse.com

  9. Posted 27. November 2010 at 02:36 | Permalink

    @Hans: Ich muss das Bild so interpretieren, wenn klar scheint, dass es so gemeint war, oder?

  10. Posted 27. November 2010 at 13:40 | Permalink

    Sorry, etwas unklar ausgedrückt (um 2:10 im Nachtzug): Mit “das wurde hier gemacht” meinte ich nicht “Kobuk” sondern “oe24″. Daher ist die Interpretation als Kipo-Symbolbild nicht nur zulässig, sondern eigentlich schon zwingend.

    PS: Selbst für alte Hasen immer wieder spannend, wie ein Text (mein letzter Kommentar oben) völlig anders gelesen werden kann, weil er eben doch nicht so eindeutig ist, wie man dachte ;-)

  11. Martin Hofer
    Posted 21. Dezember 2010 at 21:14 | Permalink

    Das Bild wird immer wieder gerne von (Online)medien zur Illustration von Artikeln über Kinderpornografie verwendet – heute (wieder einmal) auf. http://www.kleinezeitung.at: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2607035/kinderpornos-lehrer-entgeht-verurteilung-unterrichtet-wieder.story allein darüber könnte man diskutieren…

  12. Posted 21. Dezember 2010 at 23:18 | Permalink

    diskutieren könnte man auch über die titulierung der personen, die im jüngsten kinderpornofall verdächtigt werden. während die kleine zeitung zb von verdächtigen oder beschuldigten sprach/schrieb, war bei atv die rede von perversen, abartigen, kranken…

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