Der ORF verabschiedet sich

Ganz wohl war dem ORF offenbar nicht, als er gestern zum zweiten Mal einen mit Gebührengeldern gekauften 9/11-Verschwörungsfilm aus dem Internet zum „dok.film“ adelte. Daher verabschiedete er sich gleich zu Beginn der Ausstrahlung von seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag und distanzierte sich vom eigenen Programm:

Der folgende Dokumentarfilm „9/11 Mysteries“ wurde von der amerikanischen Autorin Sophia Smallstorm [sic! Das ist ein Pseudonym, die Dame heißt Sofia Shafquat] im Jahr 2006 produziert. Smallstorm widerspricht darin den offiziellen Darstellungen der Ereignisse vom 11. September 2001.

Der ORF stellt diese spekulative Ansicht zur Diskussion, distanziert sich jedoch von anfälligen [sic!] Aussagen, die dem ORF-Gesetz, insbesondere dessen Objektivitätsgebot, widersprechen.

In anderen Worten, der ORF macht mitten in den Raum ein Häufchen und sagt: „Ist nicht von mir, ich stell das nur zur Diskussion.“

Wie eine profunde Diskussion entstehen soll, wenn der ORF den Zusehern das nötige Hintergrundwissen vorenthält, um eloquent dargebrachte Falschbehauptungen, Verdrehungen und Unterstellungen als solche zu erkennen, bleibt sein Geheimnis. Dabei haben diese Arbeit schon andere auf sich genommen. Der ORF hätte nur die kommentierte Version der Doku senden müssen. Wo sich jemand die Mühe gemacht hat, praktisch jeden zweiten Satz per Insert zu relativieren oder mit Fakten zu widerlegen.

Auch der Privatsender HISTORY hat sich des Themas angenommen. In „The 9/11 Conspiracies, Fact or Fiction“ werden nahezu alle 9/11-Verschwörungstheorien und -filme aufgegriffen (auch der vom ORF) und Experten mit deren Aussagen konfrontiert. Im Rahmen unseres Bildungsauftrags senden wir die englischsprachige Doku im Anschluss an diesen Beitrag — ganz ohne Distanzierung.

Clunkity Clunk

Wem dieser Film zu lang ist, dem empfehle ich dennoch exemplarisch die Stelle bei 27:56. Im ORF behauptete Sophia Smallstorm Sofia Shafquat ja, der Einsturz jedes Turms hätte im Normalfall 96 (!) Sekunden dauern müssen — da haben vielleicht doch einige kurz gestutzt. Im HISTORY-Interview erklärt sie aber unwiderlegbar, warum es ohne Sprengung unmöglich schneller hätte gehen können:

[Less than 15 seconds] that’s basically free-fall speed. I have a hypothetical demonstration. A collapse is „clunkity clunk … clunkity clunk … clunkity clunk …“, floor by floor. Say that 110 times. And a major Republican tried this. He took his watch with the second hand and he said ‚clunkety clunk‘ 110 times. It took him over three minutes.

[Weniger als 15 Sekunden] das ist praktisch freier Fall. Nehmen wir dieses theoretische Beispiel: Ein Einsturz ist „clunkity clunk … clunkity clunk … clunkity clunk …“, Stockwerk für Stockwerk. Sagen Sie das 110 Mal. Ein bedeutender Republikaner hat das ausprobiert. Er nahm den Sekundenzeiger seiner Uhr und sagte ‚clunkity clunk‘, 110 Mal. Er benötigte dafür über drei Minuten.

Der Treppenwitz

Noch 2003 weigerte sich der ORF trotz zahlreicher Proteste standhaft, eine kritische Dokumentation der Filmemacherin Nathalie Borgers über die Kronen Zeitung ins Programm zu nehmen. Begründung damals: Die Produktion entspräche in mehreren Punkten nicht den Qualitätskriterien für ORF-Dokus. Und Wolfgang Lorenz weiter:

Wo in einer Dokumentation Fakten und Analysen gefragt wären, bleibt die Gestalterin in der bloßen Illustration von Vorurteilen hängen.

Und jetzt — auch wenn die Marke ruiniert ist — unser „dok.film“:

Video: Kronen Zeitung – Tag für Tag ein Boulevardstück

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21 Kommentare

  1. Am 5. September 2011 um 11:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

    OT: Seitengestaltung
    Ihr habt hier sehr viel Text in hellblau/türkis auf weißen Hintergrund. Helle Schriftfarben auf hellen Hintergrund erleichtern das lesen nicht gerade.
    Auch klebt das Blog sehr am linken Rand. Die Kommentarfunktion zB befindet sich direkt am linken Rand. Vielleicht könnt ihr euer Design ja mal etwas optimieren.
    (Ich weiß, das gehört hier nicht her, aber ich konnte leider keine Kontaktadresse finden.)

  2. Am 5. September 2011 um 11:16 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @innerand
    Steht ganz oben auf der Liste. Wirklich! Ich schwöre… Aber immer wenn wir uns die Macken im Design vornehmen wollen, kommt ein neuer Kobuk daher, is wie ein Fluch 😉

  3. Am 5. September 2011 um 11:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Habe mich gestern auch über den „Dokumentarfilm“ im ORF gewundert, solche Filme vermutet man eher bei den Privatsendern. Das Ganze klang ja durchaus schlüssig, wenn man immer nur eine Meinung sendet, und keine „es könnte aber auch anders sein“ zu Wort kommen lässt.

  4. Am 5. September 2011 um 11:25 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Die funfacts gehen weiter, wenn man bedenkt, dass der ORF das zum 2. Mal bereits gemacht hat. Weiters wurde die Regisseurin bereits verklagt, da sie an sämtlichem Filmmaterial keine Rechte hat, diese aber nicht nur verwendet, sondern auch zumindest soundtechnisch manipuliert hat.

    Neben der kommentierten Version sei auch an den 911-Mystery-Guide verwiesen.

    Traurig, dass sich der ORF Gegenaufklärung und Unbildung zum Programm macht und glaubt, seinem Bildungsauftrag mit einer Kurzeinblendung gerecht zu werden.

  5. Julian
    Am 5. September 2011 um 12:13 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Sorry, aber die Doku die ihr an den Artikel rangehängt habt ist mindestens genauso schlecht wie jede Verschwörungstheorie.

    Hoch emotional, voll mit patriotischen Motiven. Die meisten Expertenmeinungen sind von zwei Personen aus irgendeinem Magazin. Verschwörungstheoretiker werden grundsätzlich als unfähig dargestellt siehe z.b. die Berufsbezeichungen Nurse / Truck irgendwas.
    Außerdem noch der seltsame Einsatz von Musik gleich wie bei Loose Change. usw.

    Schlussendlich bedient sich die Dokumentation der gleiche Mittel wie die Verschwörungstheoretiker und ist damit mindestens genauso wertlos, wenn nicht sogar nutzloser.

    Viel interessanter zu dem Thema, wenn auch mit genauso großer Vorsicht zu betrachten sind die Dokus von Adam Curtis, allem voran „The Power of Nightmares“

  6. Am 5. September 2011 um 12:49 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @Julian
    Keine Sorge, ich habe die Doku nicht verlinkt, weil sie meinem Idealbild entspricht, sondern weil sie in erster Linie ein direktes „Gegengewicht“ zur gestrigen ORF-Ausstrahlung darstellt und zeigt, dass nahezu alles, was dort unverrückbar dargestellt und behauptet wurde, mind. ebenso überzeugend auch 180 Grad anders gesehen werden kann.

    Adam Curtis‘ Doku, glaube ich, verliert sich nicht in diesen techn. Details, sondern betrachtet das große Bild. Jedenfalls lesen sich die Beschreibungen vielversprechend und ich werde sie mir ansehen, danke für den Tipp!

  7. Manuel
    Am 5. September 2011 um 14:06 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Wobei man schon sagen muss, dass viele „Gegenargumente“ in dem Screw 9/11 Video einfach Kommentare wie „Nein, das stimmt so nicht!“ sind. Da sind die Argumente des 9/11 Videos schon nachvollziehbarer…

  8. Patrick
    Am 7. September 2011 um 17:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Kenne die oben genannte Dokumentation nicht und tatsächlich sind viel Pro/Con 9/11 dokus schlecht (reisserisch, lächerlich machend – auf beiden seiten, etc) gemacht und genügen nicht den mindesten ansprüchen die ich an eine Dokumentation habe.
    Zum Beispiel Sachlichkeit.

    Ein sehr sachlicher Beitrag, der mir als Naturwissenschaftler zu denken gab war dieser:

    http://www.youtube.com/watch?v=WpupwvsT6Nw

    ==> Er beschäftigt sich auch mit 2,5 Sekunden freier Fall von WTC7 für den es bislang keine wissenschaftlich nachvollziehbare Begründung gibt. Auch nicht von NIST.

    Derartige Dokumentationen würde ich mir vom ORF erwarten.

  9. South Park
    Am 7. September 2011 um 19:29 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Der „Fernseher kaputt“-Blog erklärt recht anschaulich, warum der ORF besser daran getan hätte, die „South Park“-Folge zum Thema 9/11-Verschwörung zu zeigen: http://fernseherkaputt.blogspot.com/2011/09/south-park-mystery-of-urinal-deuce.html

    Naja, vielleicht nächstes Jahr…

  10. Am 8. September 2011 um 13:40 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @Patrick: Das Video ist eine beeindruckende und unbestechliche Argumentation, die auch mir als Physiklaien einleuchtet. Aber absolut einleuchtende Argumentationen hinterfragt man für gewöhnlich nicht an ihrer Argumentation, sondern an ihren Prämissen. Und die Prämisse der Argumentation ist zb. das Video und seine Geschwindigkeit bzw. deren Authenzität.

    Aber ich gebe zu, es gibt jede Menge Ungereimtheiten in Sachen 9/11. Doch nimmt man die Argumente der Anhänger alternativer Erklärungsmodelle, dann findet man darin noch viel mehr Ungereimtheiten. Alleine die Frage, wie eine Verschwörung dieser Größenordnung geheimhaltbar sind, drängt sich auf: Tausende Ingenieure, Soldaten, Geheimdienstler und Politiker müssten da involviert gewesen sein. Oder auch Fragen wie die, wo die riesige Verkehrsmaschine hin sein soll, die angeblich nicht ins Pentagon gekracht ist.

    Am bestechendsten ist m.E. aber folgende Frage: Wenn ich zwei Verkehrsmaschinen vor den Augen der Welt in die WTC-Türme (fern)steuere, dann reicht das vollkommen für Kriegseintritt, Aufrüstung und Überwachungsstaat. Und maximal ein paar Dutzend Militärs und Politiker sind eingeweiht. Wenn ich aber dazu noch sieben Hochhäuser sprengen muss, dann brauche ich tausende Tonnen Sprengstoff, hunderte Ingenieure und Arbeiter, monatelange Vorbereitungen, etc. pp. Eine gigantische Geheimoperation mit entsprechendem Risiko. Das ist absolut unlogisch.

    Solange die Ungereimtheiten in Alternativtheorien so viel größer sind als die (übrigens mehrheitlich erklärbaren) Ungereimtheiten der offiziellen und naheliegenden Erklärung (Al Qaida) und solange die große Mehrheit der etablierten Wissenschaft diese offzielle Erklärung auch stützt, solange haben m.E. Verschwörungstheorien unkommentiert (!) nichts im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verloren.

  11. Patrick
    Am 9. September 2011 um 19:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hallo Helge!

    Die Konsequenz des bewiesenen und auch vom NIST eingestandenen Freien falles für 2,5 sekunden ist, dass zB. über 20 Trägersäulen des WTC7 in der Geschwindigkeit des freien Falles JE Stockwerk binnen eines bruchteiles einer Sekunde gleichzeitig ihre Tragkraft verloren. Sonst wäre das alles unsymetrisch geworden. Rechne dir davon bitte kurz die Wahrscheinblichkeit aus.

    Ich habe keine plausible geschwige denn wissenschaftliche Erklärung wie das technisch oder organisatorisch gehen soll. Darüber gibt es nur (teils wilde) Spekulationen.

    Der freie Fall alleine ist für mich aber so ein elementarer und wichtiger Bestandteil des 911 und kann derzeit von nichts vom Tisch gewischt werden.

    Das ist so wie ein genetische Übereinstimmung bei einem Verbrechen. Die gibt es – ob das nun gefällt oder nicht.
    Da sind dann Experten (teilweise über Jahre!) gefordert und müssen eine Erklärung suchen, wie das passieren konnte. Bis dahin werden unschulge Verdächtigt, eingesperrt, falsche Schlussfolgerungen gezogen etc. etc.

    So gab es so ausgefallene Dinge wie die Verunreinigung von DNA Teststäbchen („Die Polizistenmöderin“) oder eine „Falsche“ DNA probe an einem Tatort von einem ehemaligen Empfänger einer Knochenmarksspende. Vielleicht gibt es für den freien Fall eine ähnliche Erklärung. Aber bis diese gefunden ist, kann man sich als öffentliche Einrichtung wie das NIST oder die Regierung nicht zurücklehnen und sagen: Für uns ist das ganze abgeschlossen! Das ist schlicht und ergreifend unseriös und trägt noch mehr dazu bei, dass Verschwörungstheorien um sich greifen.

  12. Patrick
    Am 9. September 2011 um 20:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Und einen hab ich noch 😉

    >“Eine gigantische Geheimoperation mit entsprechendem Risiko. Das ist absolut unlogisch.“

    Mmm. es ist bei weitem kein wirklicher Erklärungsversuch – nur ein Beispiel:

    Kennst du den Film „Spy game“? Da gibt es die Operatiuon in Beirut. Es soll ein Führer ausgeschaltet werden. Und um dies zu garantieretn werden paralell zwei oeratione gestartet: Plan (A) der „chirurgisch feine“ über einen Arzt, der eingeschläust wird und Plan (B) der mit massiv C4.

    ==> Wenn Du strategisch ein Wichtiges Ziel erreich willst, hast du auch mehrere Pläne um dein Ziel zu erreichen.

    >“hunderte Ingenieure und Arbeiter“
    Vielleicht gibt es eine ausgefuchste Möglichkeit (Nano-)Termit mit weit weniger aufwand anzubringen. Es gibt erste nano-labors die Proben nicht nur nehmen sonder auch analysieren und auswerten. Ich denke, dass es mit Nano Technologie viele Möglichkeiten gibt, die unsere derzeite Vorstellungsktraft übersteigen – wie zB das schlagartige Verändern von Eigenschaften von nano teilchen über große distanzen. Wie gesagt – mir ist bewust, wie das alles klingt und ich kann es nicht beweisen.

    Mir kommt das ganze ein wenig vor wie der Kampf um den ersten Beweis, dass die Erde sich um die Sonne und nicht umgekehrt dreht. Mit dem unterschied, dass derzeit aus meiners Sicht – noch keiner einen beweis hat, worum sich was dreht.

    ==> Für mich gibt es derzeit noch keine überzeugende Theorie und bis dahin kann man nur sagen: Man weiss nur, was es nicht war. Zugegeben, das ist unbefriedigend und es ist sicher verlockend die „nächstwahsrcheinliche“ Theorie als „Ersatz“ zu nehmen. Das kannst du aber auch nicht bei einem verbrechen machen – da kannst du auch nicht den „nächstwahsrcheinlichen“ Möder fassen und verknacken sondern du brauchst eine 100% schlüssige Beweiskette.

    Und die gibt es auch (zugegeben mit extermen Aufwänden!) bei heftigen Unfällen wie zB. ICE Entgleisung, JAL-123 Absturz etc. etc. Diese Aufwände sind gerechtfertigt weil wenn man daraus Konsequenzen ableitet kann wie neue Konstruktionsvorschriften für Gebäude.

  13. restore sanity
    Am 9. September 2011 um 22:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

    ich glaube nicht, dass diskussionen mit verschwörungstheoretiker_innen viel bringen. die haben halt ihre wahrheit und sind auch nicht bereit davon abzurücken. argumente werden selektiv gesammelt, gegenargumente bewusst übersehen/verschwiegen und noch das dubioseste youtube-video als stichhaltiger beweis verkauft. patrick ist da das beste beispiel.

    ein guter artikel, der die ideologischen hintergrunde vieler verschwörungsfans aufzeigt: http://reflexion.blogsport.de/2011/09/09/die-aufmaersche-der-verschwoerungsfans/

  14. Patrick
    Am 10. September 2011 um 00:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hallo restore sanity!

    Wie oben bereits gesagt: Ich glaube an gar keine Verschwörung. Weder die Mainstream Verschwörung noch irgend eine andere. Drum kann ich auch wohl kein Verschwörungstheoretiker sein. Aber wenn Du gern Leute in irgendwelche Schubladen stopfen willst …

    Mich interessieren nur die 2,5 Sekunden freier Fall. Die kann ich mir als Naturwisssenschaftler nicht erklären.
    Mehr nicht. Der erste der mir hier eine sinnvolle Erklärung zukommen läßt, lad ich gerne auf ein Bier [oder vergleichbares] ein.
    Dann sind wir hier fertig 🙂

    @Helge: „Video und seine Geschwindigkeit bzw. deren Authenzität.“
    ==> Hast du da Hinweise? Ist dir da etwas aufgefallen?
    Ich hab nur ein „Debunking David Chandler“ Video gefunden & gesehen – und das war reisserisch/billig und enthielt auch keine Erklärung für die 2,5 sekunden Freifall.

  15. Jan
    Am 10. September 2011 um 03:23 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hi.

    Mein absoluter „Lieblings“-Kobuk bisher. Danke dafür. Und: Shame on ORF!

    Zunächst: Laut http://www.cinefacts.de/tv/filmtv.php?id=48067 hat der ORF den Film bereits drei(!)mal gesendet. Und man sehe sich an in welcher verlotterten Gesellschaft (VOX, …) sich der ORF da befindet.

    Dann noch zwei Details die ich interessant finde:

    Daß der ORF das Pseudonym der Autorin verwendet. Ihr wirklicher Name Safquat klingtja schließlich auch schon ein wenig arabisch, das hätte der vermeintlichen (und dem Zuseher wohl gerne suggerierten) Seriosität des Beitrags nicht gut getan.

    Daß die Blog-Diskussion hier tatsächlich schon mehrheitlich den möglichen Wahrheitsgehalt des Films diskutiert. Kann man diese Stammtisch-Diskussion nicht woanders abhalten (meinetwegen mit Link dorthin)?

    Jan

  16. Seimon
    Am 11. September 2011 um 20:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @Patrick:
    Wie kommst Du zu der Annahme, dass die Gegenkräfte des Gebäudes gegen das Einstürzen mit dieser Messmethode überhaupt messbar sind?

    Das kann sein, muss aber nicht. Darauf wird in dem Video nicht eingegangen -> unwissenschaftlich.

    Ein Beispiel:
    Stell 10 Autos übereinander und lass einen Öltanker drauffallen und nimm das auf Video auf. Vermutlich bleibt mit obiger Messmethode die Beschleunigung des Tankers konstant. Dann haben aber nicht die Autos keine Gegenkraft, sondern die Auswirkung auf die Beschleunigung ist zu gering, um mit dieser Methode messbar zu sein.

  17. Patrick
    Am 12. September 2011 um 01:41 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hallo Seimon!

    Eindlich ein Kommentar der sich it der Sache beschägftigt 🙂

    Du meinst also, zB: dass die kraft die z.B. 40 noch stehenden Stockwerke gegen 30 ausrichten nicht messbar ist.
    Da geb ich dir bei deinem Beispiel und ähnlich drastischen recht. In unserem fall handelt es sich aber um eine vermeitlich relativ homogene / gleichartige masse „oben“, die schiebt und „unten“ die zerbröselt wird. Deshalb meine ich schon, dass man hier für denm fall des freien falles extra exklärungen braucht. Zumal zusätzlich NIST ja die Theorie eienes kontinuieerlichen Einsturzes hatte. das bedeutet, dass „oben“ noch weniger masse bleibt im vergleich zu unten. ==> wie siehst du das? Von welchen Massen gehst du oberhgalb / unterhalb ca. aus?

  18. Ingo Neitzke
    Am 30. September 2011 um 17:09 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich vermisse den Link zu folgender ORF2-Doku von 2009: http://vimeo.com/8647842
    Danke für den Video-Link zu 9/11 – WTC 7 Freefall von David Chandler mit deutschen Untertiteln!

  19. Patrick
    Am 2. Oktober 2011 um 01:56 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @Ingo: Gerne.

    Da gibts noch mehr von Chandler:
    http://www.youtube.com/watch?v=NWmNoNRgJaw

    Und leider ohne deutsche Untertitel aber absult Sehenswert u.a wegen der super-peinlichen Reaktion von Sunder & Gross die als Lead Engeneers mit PHD und einigen Jahren Erfahrung eigentlich wissen sollten wovon sie reden. Wenn ich mich sieben Jahre mit etwas WIRKLICH beschäftige kann ich das in und auswendig und im Schlaf in aller klarheit erklären. Nicht so hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=eDvNS9iMjzA
    Was über bleibt ist dass der NIST Bericht zu WTC 7 unwissenschaftlich ist und nicht das papier wert ist, auf dem er steht.

    Von AE911 gibt es noch diese 10-minuten Kurzfasung von Richard Gage:
    http://www.youtube.com/watch?v=U6NY50IOdjs

    Lg,

    Patrick

  20. Am 3. November 2011 um 13:11 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Daumen hoch fuer Patrick!
    Endlich mal jemand mit naturwissenschaftlicher Grundbildung der selber denken kann und nicht argumentum ad verecundiam bemuehen muss!
    Ich wette, derjenige der es schafft die drei Kollapse der WTC Hochhaeuser im Modell unter Laborbedingungen ohne kontrollierten Abriss zu reproduzieren, erhaelt einen Physik Nobel Preis!
    Symmetrischer, beschleunigender, vollstaendiger Kollaps durch den Weg des groessten Widerstands sollte doch reproduzierbar sein, wenn man noch an die Verschwoerung der 19 Muslime mit OBL glaubt… Schliesslich ist es „AlKaida“ gleich 3 Mal an einem Tag gelungen, mit unterschiedlich konfigurierten Wolkenkratzern… Wers glaubt.

    Euer „dok.film“ ist total peinlich, wenn sich die Betreiber des Blogs mit dieser Gehirnwaesche-Propaganda assoziieren, wirft es ein sehr merkwuerdiges Licht auf sie. Am laecherlichsten fand ich bei dem Film ja, dass man die Behauptungen der 9/11 Skeptiker schoen sauber als Argument (schriftlich) formulieren kann, die Antworten der „Experten“ jedoch nicht %)
    Mein Respekt geht an den ORF dafuer, dass er letztes oder vorletztes Jahr die Dokumentation „Zero – An Investigation into 9/11“ auf deutsch gezeigt hat. Dieser Film enthaelt wohl die beste Sammlung von Augenzeugen.

    Wo bleibt die RICHTIGE Untersuchung?!?

    PS: Im Film wurde die JFK Verschwoerung mit 9/11 assoziiert, dabei weiss doch jeder der den Zapruder Film gesehen hat, dass JFK den toedlichen Kopfschuss tatsaechlich von vorne und nicht von hinten erhalten hat.

  21. Am 3. November 2011 um 15:12 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Damit wären nun alle Standpunkte hinreichend dargelegt, sodass sich jeder vernunftbegabte Mensch selbst ein Urteil bilden kann.

    Case closed.

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