Kategorien-Archiv: In eigener Sache

Das Video: Kobuk gewinnt Open Society Award

Kobuk bekam am Dienstag den von A1 gestifteten Open Society Award verliehen: Im Bild die Kobuk-Autoren Hans Kirchmeyr, Yilmaz Gülüm, Irene Steindl, Helge Fahrnberger, Marlene Altenhofer und Josef Barth mit Telekom-Chef Hannes Ametsreiter.

Im Anschluss an die Übergabe habe ich Kobuk vorgestellt und Hannes Ametsreiter daran erinnert (etwas sanfter, als ich es vorhatte), dass sein Bekenntnis zum freien Internet und zu einer offenen Gesellschaft mit Geschäftspraktiken wie dem Versuch, die Netzneutralität abzuschaffen nicht vereinbar ist:

Wir werden das Preisgeld nicht für uns selbst verwenden, sondern damit eine Vernetzungsveranstaltung für AktivistInnen des freien Internets und partizipativer Projekte organisieren.

Danke an alle Hinweisgeber und an alle, die für uns gestimmt haben!

(Foto: Katharina Rossboth/A1/APA-Fotoservice)

In In eigener Sache veröffentlicht | Kommentare geschlossen

MAXΗ ΕΝΤΥΠΩΣ

Der erste Satz des folgenden Mails ließ uns schon rechtliche Probleme befürchten, aber lest selbst:

Liebe Kobuk-Macher!

Für Euer „Schleichwerbung-Logo“ verwendet Ihr ein Foto des 2003 verstorbenen Regisseurs, Schauspielers und Medienmachers Walter Davy.

Er war ein enger Freund von mir, ich kann daher versichern, dass er sich darüber ganz besonders gefreut hätte!

Er selber war Regisseur und einer der maßgeblichen Schöpfer und Autoren des „Watschenmanns„, der legendären satirischen Radiosendung, die so scharf und klar war, dass Politiker aller Couleurs sich mit aller Kraft um ihre Absetzung bemühten. Er hätte Eure wunderbare Seite also nicht nur begrüßt, sondern mit Sicherheit auch unterstützt.

Danke für dieses kleine Stückchen Wertschätzung, das Ihr ihm damit (vermutlich ohne es zu wissen) zukommen lasst.

Liebe Grüße und möge es diesen Blog noch lange, lange geben. Das Land braucht ihn!
Stefan Fleming

Das Bild ist aus einer Szene aus „Kottan ermittelt„. Schremser, von Kottan auf die griechische Zeitung angesprochen, antwortet mit:

A österreichische Zeitung im österreichischen Fernsehen? Schleichwerbung – das geht nicht!

Dass sich Walter Davy über diese Rolle gefreut hätte, wussten wir tatsächlich nicht. Danke für dieses Mail, es hat MAXΗ ΕΝΤΥΠΩΣ, mächtig Eindruck bei uns hinterlassen. (Mit Erlaubnis wiedergegeben, Verlinkung von uns.)

PS: Danke an Hans-Peter Lehofer für die ursprüngliche Idee!

Auch in Diesseitiges veröffentlicht | Kommentare geschlossen

60 Jahre Kobuk!

Helmut Qualtinger cc by Shivaelektra

Heute vor 60 Jahren, am 3. Juli 1951, wartete am Wiener Westbahnhof eine Meute von Fotografen und Reportern, um den „Eskimodichter“ Kobuk zu empfangen, unter anderem bekannt für seine Werke „Brennende Arktis“ und „Heia Musch Musch“. Aus dem Zug stieg, in Pelzmantel und Pelzmütze, Helmut Qualtinger. Seine Antwort auf die Frage eines Radioreporters, wie es Kobuk denn in Wien gefalle: „Haaß is“.

Qualtinger hatte dem Präsidenten des PEN-Clubs bei einem Empfang in dessen Wohnung Briefpapier geklaut und darauf den Kulturredakteuren des Landes die bevorstehende Ankunft des weltberühmten Dichters angekündigt. Fast alle Tageszeitungen druckten brav entsprechende Ankündigungen ab oder schickten Reporter zum Westbahnhof. Immerhin soll Kobuk auch vorgehabt haben, die Wiener Eisrevue zu einer Grönlandtournee zu überreden.

Anschließend rief Qualtinger mit verstellter Stimme den Leiter des Kulturressorts der Arbeiterzeitung an, was dazu führte, dass diese vier Tage nach dem eigentlich bereits aufgeflogenen Coup in nebenstehendem Zweispalter über Kobuks „beachtliche Leserschaft“ schrieb.

Die Kobuks von heute werden von den Nachfolgern von Arbeiterzeitung und Co in so erschreckender Regelmäßigkeit selbst produziert, dass uns nur noch die Aufgabe bleibt, diese zu dokumentieren.

Danke, Qualtinger!

In In eigener Sache veröffentlicht | Kommentare geschlossen

Liebe Eva Dichand, das ist lustig. Willkommen auf Twitter!

Liebe Frau Dichand,

danke für die Quelle zu der von einem Kobuk-Autor behaupteten Zeitungsente in der heutigen Ausgabe Ihrer Zeitung „Heute“, die Sie mir eben auf Ihrem nagelneuen Twitter-Account schicken, spätabends von Ihrem Blackberry:

Willkommen auf Twitter. Jetzt werfe ich doch gleich einen Blick auf diese wirklich lustige Website, WNCNEWS, von der hab ich noch nie gehört. Auf der spärlichen Kontaktseite finde ich den Absatz:

We as “WNC News” has tested the information in this website to the best of our ability. But it is well said that human makes errors. So, help us finding the erros, bugs or any other way by which we can improve your experience with us.

Ich gestehe, die Hervorhebungen sind von mir. Der Autor Nummer eins der Website dürfte übrigens eine besondere Ausbildung genossen haben:

David is a graduate of the University of Some State.

In some country, I assume.

Die Website hat PageRank Null (zum Vergleich: Heute.at hat PageRank 6), aber zumindest 65.000 Einzelseiten. Frau Dichand, Sie dürften einer Contentfarm aufgesessen sein. Ich hoffe, Ihre Redaktion bezieht keine „Nachrichten“ aus solchen Quellen.

Ihr Quell-Link hat übrigens keinen Inhalt, sondern verlinkt nur auf einige Artikel. Der erste davon enthält den Satz:

Frattini said that an African country to give asylum to Muammar Gaddafi and ignore that Libyan leader will remain in power.

Wenn ich das holprige Englisch richtig deute, dürfte auch das Ihre Zeitungsente kaum entlasten.

Oder war Ihr Tweet nicht ernst gemeint sondern ein um zwei Tage verfrühter Aprilscherz? Oder ein Test, und ich bin reingefallen?

fragt sich,
Ihr Helge Fahrnberger

Ein P.S. für Zweifler: Der Twitter-Account @EvaDichand ist echt:

Update: Die Website hat ein paar der Fehler beseitigt, und der (vermutliche) indonesische Betreiber hat sich in den Kommentaren gemeldet.

Auch in Heute, Heute.at, Medien veröffentlicht | Kommentare geschlossen

Falschmeldung über Falschmeldung

Auf den Medienseiten des morgigen Standard erscheint ein Einspalter über die von Kobuk aufgedeckte Täter-Opfer-Umkehr der Kronen Zeitung im Jodler-Fall. Soweit, so erfreulich. Weniger erfreulich ist, wie wir dabei zitiert werden:

Nicht nur einmal, wie die Kronen Zeitung schrieb, sondern ein Jahr täglich habe ein Pensionist beim Rasenmähen gejodelt und so das Gebet seiner muslimischen Nachbarn gestört, erfuhr der Medienblog kobuk.at bei Gericht.

Das ist falsch. Nicht täglich, sondern freitags, und auch weniger als ein Jahr lang dürften die Störungen stattgefunden haben. Zum Vergleich: Die Krone schreibt „an einem Freitagnachmittag“, der Standard schreibt „täglich“. Beides ist falsch.

Auch mag auffallen, dass sich so ein Rasen schwerlich in jeder Jahreszeit mähen lässt. Weswegen unser Bericht auch erwähnt, dass der Mann sich durchaus auch andere kreative Störmethoden ausgedacht haben dürfte, was aber auch nicht Eingang in den Artikel gefunden hat. Was bleibt ist – wie bei der Krone übrigens – Rasen mähen und Jodeln. Fast scheint es, als übertreibe der Standard die Taten des Renters so, wie die Krone diese untertreibt.

Update 23:09: Zumindest in der Version auf DerStandard.at wurde „täglich“ inzwischen auf „jeden Freitag“ geändert. Besser, aber immer noch nicht ganz richtig. Wir schrieben mit gutem Grund „regelmäßig an Freitagen“.

Update 2. Dezember: Der Print-Standard dürfte sowohl mit als auch, in einer späteren Mutation, ohne das „täglich“ erschienen sein. Das „Jeden Freitag“ wurde inzwischen in der Onlineversion auf „An Freitagen“ geändert.

Auch in DerStandard.at, Standard veröffentlicht | Kommentare geschlossen

Schoko-Nikolos dealen selten

Die Fußballer von Torpedo Ennsquai schicken uns eben ein, Zitat, „Kleinod der lokalen Berichterstattung“ aus der Steyrer Rundschau:

Wir freuen uns immer über Hinweise und vor allem, dass sie immer zahlreicher werden. Wer es mit einer Blutgrätsche (Zitat Torpedo-Website) probiert, muss aber früher aufstehen:

Netter Versuch! 🙂 Und danke an Hans für die Recherche.

In In eigener Sache veröffentlicht | Kommentare geschlossen